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Gedenken an den Tag der Befreiung
Fast 50 Bürger gedachten auf dem Judenfriedhof der NS-Opfer
Plettenberg Der 27. Januar ist ein bundesweiter Gedenktag, der an die Schrecken
der Nazi-Herrschaft erinnern soll. Am 27. Januar 1945 wurden die Häftlinge des
Konzentrationslagers Auschwitz befreit. Fast 50 Bürger hatte sich zum Gedenken an diesen
Tag dazu am Dienstag auf dem Judenfriedhof an der Freiligrathstraße versammelt.
Initiiert durch Harald Bauer vom Verein „Christen an der Seite Israels” aus Lüdenscheid
hatte sich an der inzwischen vierten Gedenkveranstaltung neben Pfarrer Hans Erlemeier von der Kath. Kirchengemeinde St. Laurentius
auch Bürgermeister Klaus Müller eingefunden und in Ansprachen an die Opfer des Judenprogroms
sowie an Opfer der Nazi-Herrschaft allgemein erinnert.
Harald Bauer verwies in seiner Gedenkrede auf aktuelle Vorkommnisse in Duisburg, als
am Rande eines Demontrationszuges israelische Fahnen von der Polizei aus einem Fenster
entfernt wurden. Es sei nicht hinnehmbar, dass die Polizei "sich gewalttätigen
Hamas-Anhängern beugt und selbst Gewalt gegen jüdisches Eigentum anwendet". Chancen für
ein besseres Verhältnis zwischen Deutschland und Israel sieht Bauer durch die Aufnahme
von Kontakten zwischen dem Bundestag und der Knesset, dem israelischen Parlament.
Die Mahnung, aus der Vergangenheit zu lernen, war Mittelpunkt des Rede von Pfarrer Hans
Erlemeier: „Wir müssen den Toten eine Stimme geben für Gerechtigkeit und Menschenwürde.”
Aus dem Wiederaufflackern einzelner Anti-Israel-Flammen könne sonst leicht ein Flächenbrand
werden. Auch Bürgermeister Klaus Müller mahnte, die Geschehnisse der NS-Zeit nachfolgenden
Generationen zu vermitteln. Viele Schüler wüssten heute schon mit dem Begriff "Holocaust"
nichts mehr anzufangen, die Schrecken des Nationalsozialismus rückten sonst als "normale geschichtliche Epoche" immer
mehr in Vergessenheit.
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