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5 Prozent weniger Grundstücksverkäufe

Entwicklung auf dem Grundstücksmarkt im Märkischen Kreis 2009 rückläufig

Märkischer Kreis. "Geringe Nachfrage bei steigendem Immobilienangebot" lautet auf den Punkt gebracht das Immobiliengeschehen im Kreis im vergangenen Jahr. Dem Kreisausschuss für Wirtschaftsförderung, Struktur und Verkehr wird am kommenden Dienstag, 9. Februar (16 Uhr, Kreishaus Lüdenscheid), der Bericht des Gutachterausschusses des Märkischen Kreises vorgelegt. Darin heißt es u. a.:

"Auch 2009 setzt sich die seit einigen Jahren zu beobachtende Tendenz der Zunahme von Grundstücksverkäufen im Bestand bei einer Abnahme der Neubauobjekte weiter fort. Dabei bleiben die Baulandpreise überwiegend stabil, während Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen fallen.

Grundstückskaufverträge insgesamt
Im Jahr 2009 wurden im Geschäftsbereich 2.327 Kaufverträge für bebaute und unbebaute Grundstücke abgeschlossen. Die Zahl der Kauffälle ist damit gegenüber 2008 um 5 % gesunken. Dabei stellt sich die Entwicklung in den einzelnen Gemeinden recht heterogen dar (siehe Abb.1: jährliche Anzahl der Grundstückskaufverträge seit 2006). Nach Auskunft der Geschäftsstelle in Iserlohn zeigen sich dort vergleichbare Rückgänge sowie in Lüdenscheid leichte Steigerungen.


Bebaute Grundstücke
Bei den Verkäufen von bebauten Grundstücken ist insgesamt ein Rückgang um 9 % gegenüber 2008 auf 761 Kaufverträge zu verzeichnen, dabei sank der Geldumsatz um 23 % auf 139 Mio. Euro. Wegen eines atypisch großen Einzelverkaufs stieg der Flächenumsatz dagegen um 65 % (siehe Abb. 2: Verkäufe von bebauten Grundstücken seit 2006). Ein spürbarer Rückgang mit 33 % ist bei den Transaktionen der Gewerbeimmobilien festzustellen. während die Verkäufe von Mehrfamilienhäusern zunahmen. Der Marktanteil der bebauten Grundstücke am Gesamtumsatz lag 2009 bei 47 %.


Ein- und Zweifamilienhäuser
Die Kauffallzahlen für Ein- und Zweifamilienhäuser sanken gegenüber 2008 um 5 % auf 508. Das Preisniveau in dieser Kategorie ist regional recht unterschiedlich, insgesamt sind die Preise gefallen. Die Mehrzahl der Ein- und Zweifamilienhäuser wurden 2009 in einer Preisspanne von 150.000 Euro bis 175.000 Euro verkauft.

Eigentumswohnungen
Auf dem Markt der Eigentumswohnungen ist ein leichter Rückgang der Verkaufsfälle um 3 % festzustellen (siehe Abb. 3: Verkäufe von Wohnungseigentum seit 2006). Insgesamt wurden 269 Objekte veräußert bei einem Geldumsatz von 23 Mio. Euro. Der seit mehreren Jahren zu beobachtende Preisverfall setzte sich auch 2009 weiter fort. Kaum Belebung ist bei den Verkäufen von Neubauwohnungen festzustellen, hier wurden kreisweit nur 11 Verkaufsfälle registriert.


Unbebaute Grundstücke und Bodenrichtwerte
Bei den Verkäufen von Wohnbauland für Ein- und Zweifamilienhäuser hat sich nach der leichten Steigerung in 2008 dieses Marktsegment wieder rückläufig entwickelt. Mit insgesamt 116 Kauffällen ist hier ein Rückgang von 11 % zu verzeichnen. Dabei sank der Flächenumsatz um 19 % und der Geldumsatz um 8 % (siehe Abb. 4: Verkäufe von Wohnbauland für Ein- und Zweifamilienhäuser seit 2006). Die Bodenrichtwerte für Bauland sind im Durchschnitt stabil geblieben, wobei allerdings erhebliche regionale Preisunterschiede u. a. in den Neubaugebieten festzustellen sind. So schwankt die Bandbreite zwischen 75 €/m² in Plettenberg über 120 €/m² in Nachrodt-Wiblingwerde bis zu 185 €/m² in Menden.


Die Umsatzzahlen für Gewerbebauland brachen 2009 um 50 % ein, der Geldumsatz ging von 6 Millonen € auf 1,6 Millionen € zurück. Die Preise stagnieren seit Jahren zwischen 30 und 50 €/m².
Bei den land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken sind Umsatzzahlen und Preisgefüge weitgehend stabil geblieben."

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