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Warsteins vierte Partnerstadt

Bronceplatte für Pietrapaola - Einweihung 18. bis 25. September 2010

Wappen der Stadt Warstein            Pietrapaolas Bürgermeister Matteo De Luca und Warsteins Bürgermeister Georg Juraschka            Wappen von Pietrapaola

Pietrapaola

Es gibt ein Dorf im südlichsten Italien, in dem fast jeder zweite Einwohner deutsch spricht: Pietrapaola in Calabrien an der Sohle des italienischen Stiefels. Die jüngeren Bewohner Pietrapaolas verdingten sich Anfang der 1960er Jahre als Gastarbeiter in Warstein-Belecke im Möhnetal, wo heute schon die dritte Generation der Pietrapaolesen heranwächst. 95 Prozent der damaligen Gastarbeiter sind inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt.

Während der mittlerweile denkmalgeschützte Ort im Lasila-Gebirge einen mittelalterlichen Charme bewahrt hat, bietet wenige Kilometer weiter am Strand des ionischen Meeres das neu erbaute Pietrapaola für den aufkeimendem Tourismus moderne Hotels und vielfältige Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen u. a. die byzantinischen Kirchen im benachbarten Rossano - einem alten Bischofssitz, in dem die weltweit einzigartige "Purpur-Bibel" ausgestellt ist, oder die Ausgrabungen von Sibari. Die Besichtigung einer Apfelsinen- oder Olivenplantage (mit Olivenpressen), einer einzigartigen Lakritzfabrik, von Agrartourismus-Betrieben sollte man nicht versäumen. Einen Besuch lohnen würde allein schon die kalabrische Küche mit ihrer ungeheuren Vielfalt von allem, was Meer und die Landschaft der Region hergeben.


Das alte Pietrapaola mit seinen ehemals 1200 Einwohnern liegt inmitten einer archäologischen Zone, mit vielen Spuren des im III. Jahrhundert nach Christi entstandenen Verteidigungssystems «Muraglie di Annibale». Neben der geschichtlichen Vergangenheit prägt den Ort seine topografische Lage: wie ein Schwalbenest kleben die Häuser am Sockel eines Sandstein-Gipfels von nur 100 Metern Durchmesser. In den Sandstein haben die Vorfahren Wohnhöhlen gegraben, die später von Ziegenhirten und zuletzt 1945 von Romas als Unterkunft genutzt wurden.

Seit September 2001 besteht eine offizielle Städtefreundschaft zwischen Warstein und Pietrapaola - für eine calabrische Stadt ein absolutes Novum, weshalb Pietrapaola von vielen Nachbarstädten beneidet wird. Obwohl Pietrapaola rund 2000 Kilometer von Warstein entfernt liegt, findet inzwischen ein lebhafter Reiseverkehr statt. Dabei hat sich inzwischen nicht nur bei den Warsteiner Freunden herumgesprochen, dass die Herzlichkeit der Pietrapaoleser in Verbindung mit einer fantastischen Landschaft und den warmen Temperaturen die Stadt zu einem attraktiven Reiseziel macht.



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www.pietrapaola.it, Informationsseiten erstellt durch Horst Hassel,
58849 Herscheid, Tel.: 02357/903090, E-Mail: webmaster@plbg.de

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