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Müllabfuhr in Plettenberg um 1955
Nov 1951: Müllabfuhr:
Wie aus der Tageszeitung hervorgeht, hatte im letzten Wirtschaftsjahr der abgefahrene Hausmüll einen Umfang von 600 Kubikmetern. In unserer Stadt sind 1.100 = 48 % der bebauten Grundstücke an die städtische Müllabfuhr angeschlossen, wodurch 56 % unserer Einwohner in die Lage versetzt werden, ihren Hausmüll gegen eine Gebühr abfahren zu lassen. Die Müllabfuhr ist ein Zuschußunternehmen. Sie verursachte in Plettenberg nach der Abrechnung aus dem Jahre 1950 21.000 DM an Ausgaben, denen an Einnahmen 13.000 DM gegenüberstanden.
2. Jan 1993: Die Müllabfuhr wird zum neuen Jahr teurer. Die Abfallgebühr steigt von
93,24 Mark auf 123,04 Mark pro Einwohner - trotz der bevorstehenden Einführung der
"Gelbdeckeltonne". Im Rat werden Überlegungen laut, die Müllabfuhr wieder in die
Regie der Stadt zu geben.
Müllabfuhr; im Juli 1950 stellt die Stadt einen Spezialmüllwagen
(Mercedes Benz) mit 6cbm Fassungsvermögen in Dienst, bei dem der Müll mittels
Fächertrommel selbsttätig ins Wageninnere befördert wird; im Juli 1957 reicht
dieses Fahrzeug nicht mehr aus, um den Müll in einer Woche abfahren zu können:
an drei Tagen in der Woche muß bereits zusätzlich ein Lastwagen eingesetzt
werden, wodurch die Mülltonnen verbeult werden; der Hauptausschuß beschließt den
Kauf eines 8 cbm fassenden (Mercedes-)Müllwagen mit "Halleraufbau" zum Preis von
42.700 Mark; im Oktober 1950 werden das Else- u. das Oestertal (ohne Himmelmert)
an das städtische Müllabfuhrnetz angeschlossen; im Februar 1951 wird einmal
monatlich eine Sperrmüllabfuhr per Lkw eingerichtet; die Jahreshausmüllmenge
1951 beträgt 600 cbm; ab 16.10.1954 wurden nur noch Einheitsmüllkübel
abgefahren;
Es gab viele Müllkippen im Stadtgebiet
Quelle: Süderländer Tageblatt vom 13.10.1951
Hindernisse auf nächtlichen Straßen
Plettenberg. Immer wieder wird Klage darüber geführt, dass vereinzelt
Mülleimer, die am Montag jeder Woche in den frühen Vormittagsstunden entleert
werden, bereits schon in den Abendstunden des vorausgehenden Tages auf den
Bürgersteig gestellt werden und so leicht in der Dunkelheit Passanten zum
Hindernis werden. Diesem leichtsinnigen Verhalten müsste nachdrücklich
gegengesteuert werden, denn oft schon war die Folge dieser Unsitte Beschädigungen
von Kleidungsstücken.
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