Die Firma Schulte-Wiese in Himmelmert im Jahre 1958 (Foto: Archiv H.Hassel)

Wilh. Schulte-Wiese - Gesenkschmiede
gegründet 1957 in Himmelmert

Daß in den landschaftlich schönen, aber teilweise sehr engen seitlichen Tälern der Lenne im Raum Hagen - Plettenberg eine so vielseitige Eisen- und Metallindustrie entstand, ist wohl ursprünglich auf die Ausnutzung der Wasserkraft zurückzuführen. Solche Stätten des Gewerbefleißes gibt es viele im Märkischen Sauerland. Das Oestertal ist eine von vielen.

In Plettenberg-Himmelmert, im oberen Oestertal, am Fuße des Ebbegebirges, war Wilhelm Schulte-Wiese sen., 1872 geboren, von früher Jugend an mit der Gesenkschmiede-Industrie verbunden. Zuerst als Gesenkmacher, dem heutigen Stahlformenbauer, dann als Werkmeister und Betriebsleiter und zuletzt als Teilhaber. In 50 Jahren unermüdlicher Tätigkeit in seinem Berufszweig, der einen rauhen Arbeitsvorgang und doch größte Präzision erfordert, schuf er die Voraussetzungen für ein eigenes Werk, das 1957 die Produktion aufnahm. Die Werkstätten sind nach modernsten Gesichtspunkten eingerichtet. Hammeraggregate nach dem neuesten Stand der Technik produzieren heute Gesenkschmiedestücke aus Eisen und hochwertigen Stählen von 300 g bis 25 kg Stückgewicht.

Viele Industriezweige sind Abnehmer dieser Erzeugnisse, da sich ein aus Stahl im Gesenk geschmiedetes Stück immer mehr durchsetzt, sowohl im allgemeinen Maschinenbau, bei den Schiffswerften, in der Fahrzeugindustrie, wie auch im Bergbau und bei der Bundesbahn.

Da in der jungen Firma besonderer Wert auf Qualitätsarbeit gelegt wird, konnte auch im Export der Absatz von Jahr zu Jahr gesteigert werden. So werden die vorhandenen Werkshallen schon jetzt zu klein für die schnell anwachsende Produktion, und ein größerer Erweiterungsbau wurde dringend erforderlich, der kurz vor der Vollendung steht.


Quelle: "Plettenberg - Industriestadt im Märkischen Sauerland" von Albrecht v. Schwartzen, Druck u. Verlag: P. A. Santz, Altena - 1962 (S. 231) mit fünf S/W-Fotos


zurück